Einengen der Völker

Mitte Februar, Sonne, 17°C – Der Frühling schickt seine Vorboten dieses Jahr bereits ungewöhnlich früh und intensiv. Beste Bedingungen für die Bienen um ihren Reinigungsflug zu erledigen und ihre Kotblasen nach Wochen kühlen Wetters und dem damit verbundenem ‚Hausarrest‘ wieder zu entleeren. Bei dieser Gelegenheit wurden die Völker eingeengt, also von zwei Zargen (Kisten) auf eine Zarge reduziert. Hierzu wurden zehn Waben entnommen, vornehmlich leere Waben aus dem Randbereichen und solche mit überschüssigem Winterfutter. In der verbleibenden Zarge finden sich in der Mitte nun alle Waben die bereits Brut enthalten, flankiert von Waben mit Winterfutter.

Bienenvölker in der Februarsonne

Mit dieser Maßnahme wird es dem Bienenvolk erleichtert seinen Wärmehaushalt zu regulieren. Da weniger Platz zur Verfügung steht sitzen die Bienen enger auf den verbleibenden Waben. Durch den dichteren Wabenbesatz müssen die einzelnen Bienen weniger Energie aufwenden um die Brutflächen warm zu halten und diese werden besser gewärmt. Dadurch verlängert sich sowohl das Leben der weniger beanspruchten Winterbienen als auch das der Bienen, welche aus der gut gewärmten Brut schlüpfen. Unterm Strich eine lohnende Maßnahme für Biene und Imker.

Sortieren der Waben: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten….

Die Waben mit dem entnommenen, überschüssigen Winterfutter werden den bald erstellten Ablegern zum Start als Futterreserve dienen, bis diese stark genug sind und sich selbst versorgen können. Leere und alte Waben hingegen werden eingeschmolzen und dienen so noch der Wachsgewinnung. Bis auf gelegentliche, kurze Kontrollblicke ob die Futterreserven der Völker noch ausreichen werden diese nun erst einmal in Ruhe gelassen, bis voraussichtlich Mitte oder Ende Märze die ersten Honigräume auf die Völker kommen. In diesen Zargen mit frischen, leeren Waben haben die Bienen dann ausreichend Platz um den gesammelten Nektar einzulagern und leckeren Honig zu erzeugen.

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