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Honig – Woher kommt er eigentlich?

Diese Frage kann jedes Kind beantworten: Von den Bienen natürlich! Doch woher haben die Bienen diesen süßen Stoff und was müssen sie dafür tun?

Bienen können Honig aus verschiedenen Quellen gewinnen. Die wohl häufigste und bekannteste Quelle sind die die Blüten von Kräutern, Blumen, Büschen und Bäumen. Pflanzen produzieren den Nektar in ihren Blüten um Insekten anzulocken, welche im Gegenzug die Bestäubung dieser Pflanzen gewährleisten.

Die zweite wesentliche Quelle des Honigs ist Honigtau. So bezeichnet man den süßen Saft, den Läuse ausscheiden nachdem sie Pflanzen angestochen haben. Dabei können sie den Pflanzensaft meist nicht vollständig verwerten, so dass sie ihn mit hoher Zuckerkonzentration wieder ausscheiden. Treten viele Läuse gleichzeitig auf kann die Menge des Honigtaus so groß werden, dass Bienen viel Honig daraus erzeugen können. Beispiele hierfür sind Waldhonig oder Tannenhonig.

Doch Nektar und Honigtau sind noch kein Honig. Mit einem Wassergehalt von oft 70 % – 80 % würden sie in kürzester Zeit in Gärung übergehen und ungenießbar werden. Daher entziehen Bienen dem Nektar und Honigtau Wasser um sie haltbar zu machen. Dies beginnt bereits im Honigmagen der Biene beim Transport in den heimischen Bienenstock. Während des Transports und der anschließenden Bearbeitung werden Enzyme zugefügt, die für eine schnellere Reifung des Honigs sorgen.

Im Stock angekommen werden Nektar und Honigtau zur Trocknung auf eine große Wabenfläche verteilt. Bienenvölker schaffen es das Stockklima aktiv zu regulieren und so für eine trockene Luft im warmen Inneren des Bienenvolkes zu sorgen, so dass der Wassergehalt des eingetragenen Nektars rasch sinkt. Ist der Wassergehalt unter 20 %, wird der Honig in Zellen eingelagert und mit einer dünnen Wachskappe überzogen. Fertig ist der Honig!

Nicht aller eingetragener Nektar und Honigtau zu Honig verarbeitet. Der größere Anteil wird direkt an den Nachwuchs verfüttert und nur der gerade überschüssige Teil wird der energiezehrenden Trocknung unterzogen und für den Winter eingelagert. Für ein Kilogramm Honig ist daher eine eingetragene Nektarmenge von über 5 Kilogramm nötig. In einem 500 g Glas Honig stecken daher oft über 50.000 Flugkilometer. Mehr als eine Erdumrundung, bienenfleißig eben!