Die Probleme

Heutzutage gibt es in Deutschland weitaus weniger Bienenvölker als noch vor 30 Jahren. Ihre Zahl sank von über einer Million auf rund 800.000. Unsere Honigbiene durchlebt schwere Zeiten, die vielfältige Ursachen haben. Doch einige dieser Ursachen können wir gemeinsam angehen und so versuchen, die Welt um uns herum ein kleines bisschen besser zu machen.

Die Varroamilbe

Schon der lateinische Name Varroa destructor sagt vieles über diesen Bienenschädling aus. Ursprünglich kommt die Milbe aus Ostasien, wo sie die östliche Honigbiene parasitiert. Im Laufe der Jahrmillionen konnte die östliche Honigbiene jedoch funktionierende Abwehrstrategien entwickeln um die Milbe in Schach zu halten. Zeit, die unsere westliche Honigbiene nicht hat, seit die Milbe in den 1970er Jahren bei uns eingeschleppt wurde. Hier muss der Imker einspringen um die Milbe zu bekämpfen und so das Überleben unserer Honigbienen zu sichern. Ohne imkerliche Maßnahmen brechen Völker meist noch im Herbst zusammen und überleben den Winter nicht.

Die moderne Landwirtschaft

Die moderne Landwirtschaft stellt ein weiteres Problem für die Honigbiene und viele weitere blütenbestäubende Insekten dar. Die Landwirtschaft wird intensiver, so viel Fläche wie möglich wird ausgenutzt und viele Pestizide eingesetzt. Das geht zu Lasten von Randstreifen, Hecken und Feldbäumen. Diese Strukturen bilden wichtige Lebens- und Rückzugsräume für viele blühenden Pflanzen und Tiere. Räume, die immer knapper werden. Gleichzeitig werden immer öfter hochgezüchtete Hybridpflanzen angebaut, welche auf maximale Leistung selektiert sind. Der auf maximalen Ertrag getrimmten Pflanze fehlt oft die Energie um Nektar und Pollen zu erzeugen, so dass ein scheinbar gedeckter Tisch doch nur leere Töpfe für Pollinatoren wie Bienen und Hummeln hat.

Dieser Trend wird verschärft durch Energiepflanzen, wie zum Beispiel Mais welcher für Biogas-Anlagen gepflanzt wird. Da auch Weiden und Wiesen oft gemäht werden bevor Wildblumen und Kräuter zur Blüte kommen erstreckt sich vielerorts eine grüne Wüste von Horizont zu Horizont. Dabei ist der Landwirt meist der erste Leidtragende dieser Entwicklung, da er oft keine Wahl hat als diese Entwicklung mitzugehen, möchte er sich nicht von der Pleite bedroht sehen. Viele Landwirte legen heutzutage freiwillig Blühstreifen an um den Bienen zu helfen. Helfen können wir dem Bauern und damit auch direkt der Biene, indem wir hochwertige Lebensmittel konsumieren.

Die gesellschaftliche Entwicklung

Der Trend der Verstädterung hält ungebrochen an, immer mehr Menschen zieht es in die Großstädte. Oft sind gerade diese Menschen ökologisch interessiert und damit potentielle Bienenhalter, doch in der Stadt ist es eng, wenig Platz ist verfügbar. Wohin mit den Bienen? Zudem hatte die Imkerei lange Zeit ein verstaubtes Image, war als Altherren-Hobby verschrieen und nur wenige junge Leute begannen das Imkern. Ein Trend, der sich erst langsam umkehrt.

Was kann ich tun?

Sie möchten der Honigbiene helfen, doch Ihnen fehlt die Zeit oder die Muße zur Imkerei? Kein Problem, wir haben eine Idee. So können auch Sie die Honigbiene in ihrer direkten Umgebung unterstützen. Verhindern wir gemeinsam, dass die Bienen weniger werden und leisten unseren Teil Beitrag zum Erhalt dieses wundervollen Tieres und vieler von ihr abhängigen Pflanzen- und Tierarten, auf das wir uns noch viele Jahre an ihnen erfreuen können und nicht eines Tages auf künstliche Bienen zur Bestäubung angwiesen sind. 

Eine dystopische Vision: Artifizielle Bienen übernehmen die Bestäubung