Die Honigbienen

Von Bienchen und Blümchen haben wir alle schon gehört. Doch die Honigbiene ist für mehr gut als nur für Metaphern und Sinnbilder. Da ist natürlich ihr Honig – ob Frühlings- oder Sommerhonig, ob Raps- oder Kastanienhonig, für (fast) jeden Geschmack ist die richtige Sorte dabei. Dazu produzieren Bienen Wachs für lecker duftende Kerzen, Pollen, Propolis und vieles mehr. Doch sind wir mal ehrlich: ein Leben ohne Honig und Bienenwachskerze ist schwer, aber möglich.

Der wahre Wert der Biene für das Ökosystem und ganz unmittelbar auch für uns Menschen liegt in ihrer Bestäubungsleistung. Weltweit wird die Summe dieser Leistungen auf einen Wert von über 260.000.000.000 € geschätzt. Über 70% aller Kulturpflanzen sind ganz oder teilweise auf Bestäubung durch Insekten angewiesen. Nicht nur bei uns, auch in anderen Teilen der Welt, denn beispielsweise Kakao und Vanille sind hinsichtlich ihrer Bestäubung zu 100% von Insekten abhängig. Aber was sind schon Zahlen, wenn wir an eine Welt ohne Kirschen, Erdbeeren und Schokolade denken? Doch der Wert der Bienen lässt sich nicht nur volkswirtschaftlich, in Honigeimern oder Erdbeeren beziffern. Der Umgang mit diesen faszinierenden Tieren ist überaus befriedigend und damit schlicht: unbezahlbar.

Rund um die Honigbiene gibt es unendlich viele spannende, faszinierende oder überraschende Dinge.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …in einem Glas Honig rund 100.000 Flug-Kilometer stecken und eine einzelne Honigbiene für unser Frühstück zwei bis drei Mal die Erde umrunden müsste?
  • …Honigbienen blütenstet sind und auf ihrem Flug nur Blüten einer Pflanzenart besuchen, was sie zu ausgezeichneten Bestäubern macht?
  • …Honigbienen im wortwörtlich stockdunklen Bienenstock mittels eines Tanzes exakt die Richtung und Entfernung einer neu gefundenen Futterquelle mitteilen können?
  • …zur Sommersonnenwende Ende Juni bis zu 50.000 Einzeltiere in einem einzigen Volk leben?
  • …die Königin täglich über 2.000 Eier legen kann, die mehr als ihrem gesamten Körpergewicht entsprechen?
  • …nur rund 20% des Honig in Deutschland aus heimischen Imkereien stammt und der Rest importiert wird, überwiegend aus Lateinamerika und Asien?
  • …die eingeschleppte Varroa-Milbe hauptursächlich dafür ist, dass jeden Winter 10-20% aller Bienenvölker eingehen?
  • …Honigbienen hierzulande ohne Imker nicht mehr überleben können?